mit Frau Schmidt

durch den Wahnsinn des Alltags


Leave a comment

Im Moment

  • genieße ich die letzten Wochen der Elternzeit
  • ist immer etwas los
  • freue ich mich, dass es mal sommerlich ist
  • lernt das Baby laufen
  • habe ich keine Lust alles zu dokumentieren
Advertisements


Leave a comment

Ist das zu fassen?

Am Samstag schneite es noch einmal und nun taut es endlich. Zumindest tagsüber. Finde ich toll 🙂 Aber wie es immer so ist, findet man immer was zu meckern. Ich zum Beispiel sehe mit Schrecken der Kleingartensaison entgegen, die nun beginnt. Da gibt es so viel zu tun. Wahrscheinlich verpacke ich das Baby komplett in Matschsachen und wurschteln mal vormittags durch den Garten.


1 Comment

Auch die Kleinsten werden groß

Das Gretchen fing vor zwei Wochen an zu krabbeln, am nächsten Tag zog sie sich am Geschirrspüler hoch. Nun steht sie schon 5 Sekunden frei und läuft seitlich an Möbelstücken entlang, kann winken und die Hand zum Gruß heben, knurrt laufend wie ein kleines Tigerbaby oder ein Hündchen, hat eine schreckliche Rotznase, läuft an zwei Händen, bekommt beim Essen noch manchmal einen Wutanfall und mittags ihr Essen in die Hand gedrückt, schafft es schon ihre lauten Schwestern zu übertönen, lässt langsam ihre Haare wachsen und ich könnte sie pausenlos abknutschen.

Sie ist jetzt 8 Monate und 19 Tage alt.


Leave a comment

Mir ist kalt

… zittert der Wildfang jetzt jeden Morgen auf dem Weg zur Kita neben mir. Mehr anziehen hilft nicht wirklich. Der kalte Wind im Gesicht ist das Problem und solange da noch ein Fitzelchen Haut der kalten Luft ausgesetzt ist, jammert der Wildfang. Vielleicht könnte so langsam der Frühling kommen?


Leave a comment

schon wieder

Kaum hat man mal einen Tag nichts vor, ist am nächsten Tag gleich die halbe Familie krank. Den Helden hat es heute früh erwischt, aber er wird sich wohl morgen nicht mehr von der Arbeit fernhalten können. Das Gretchen baute nach dem Mittagsschlaf immer mehr ab. Die beiden Schulkinder klagen über Halsschmerzen und der Wildfang hat immer noch Husten. Und ich? Ich versuche gesund zu bleiben. Wo soll das sonst noch hinführen.


Leave a comment

Tagebuchbloggen. Samstag

Das Gretchen ist selbstverständlich auch am Wochenende ein zuverlässiger Wecker, so dass wir Mädels um 7 Uhr alle komplett angezogen sind. Ich habe sogar schon geduscht und mich zurechtgemacht. Der Held darf noch bis zur Fertigstellung des Frühstücks schlafen.

Wir Mädels sind also alle in der Küche. Rehäuglein packt ihre Sieben Sachen für das Hockeyturnier zusammen. Ich vollende den Nudelsalat mir getrockneten Tomaten, Knoblauch, etwas Basilikum, Feta usw. und mache den Salat und die Muffins transportfähig. Dann scheuche ich die drei großen zum Anziehen in die Flur. Sie sollen in Herrgottsnamen alle drei zum Bäcker gehen und Brötchen holen, denn ich habe sie schon ordentlich zusammengestaucht, weil sie sich ständig darüber in den Haaren liegen, wer wann wieviel das Gretchen nehmen darf und sie sich manchmal auch einfach so schnappen ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie mit einem Zettel und dem Kleingeld endlich unterwegs sind (Goldlöckchen hat schon das halbe Mietshaus zusammengeschrien, weil ihre Schwestern auf sie warten sollten), mache ich eine große Schüssel Obstsalat. Kinder wieder da. Es ist 8.10 Uhr, will jemand ein Ei? Zwei bejahen, der Held wird auch befragt. Die Kinder decken mit mir den Tisch fertig. Jeder hat eine Aufgabe. Dann beginnt das Futtern. Der Held stößt um 8.30 Uhr zu uns. Respekt! Für einen ausgeprägten Langschläfer nach so einer Nacht…

Es ist 9.10 Uhr und die Mädels sollen sich anziehen. Der Salat und die Muffins werden unten im Kinderwagen verstauht, der Wildfang demoliert mir das Kinderwagenverdeck und während ich es auf dem Weg ein wenig richte muss das Rehäuglein noch einmal zurückrennen, da sie ihre Schienbeinschützer vergessen hat. Fast pünktlich um 9.30 Uhr treffen wir in der Sporthalle ein, geben das Rehäuglein und das Essen ab und verschwinden wieder um noch schnell vor dem ersten Spiel ein paar Einkäufe zu erledigen. Wir sind heute zum Geburtstag meines Cousins eingeladen und brauchen noch ein paar Kleinigkeiten. Der vierte Einkauf in dieser Woche. So chaotisch war es schon ewig nicht mehr.

Die beiden laufenden Begleitkinder dürfen sich sogar etwas aussuchen. Das Geschenk für den Cousin lasse ich im Geschäft einpacken, denn ich weiß, dass ich keine Zeit und Lust mehr haben werde, bevor wir aufbrechen. Wir kommen pünktlich zum ersten Spiel wieder in die Halle. Der Kinderwagen ist mit Küchenrolle, Klopapier und (doch schon wieder) Bananen und Äpfeln beladen. Meine Opas und meine Mama sind auch schon da.

10.25 Uhr Der Held, der nachkommen wollte, erweist sich wieder als semipünktlich 😉 Beim ersten Spiel schnellt der Puls in die Höhe, aber die Mannschaft schlägt sich wesentlich besser als letzten Sonntag und nach der ersten Hälfte steht es 1:0. Die neue Torhüterin wehrt sogar ein Penalty ab. Der Held trifft ein. Unsere Mannschaft siegt mit 1:0. Wir haben viel Zeit bis zum nächsten Spiel. futtern ein bisschen Kuchen, trinken Kaffee und schließlich führe ich mit meiner Mama den wilden Wildfang mal an die frische Luft. Das Wetter ist großartig. Sonnig und alles verschneit. Die Luft und Ruhe tut dem Kindlein ganz gut.

12.30 Uhr das zweite Spiel gegen eine sehr schwere Mannschaft. Die unsrigen schlagen sich wacker und unsere erfahrenere Torhüterin wehrt drei Penalties ab. Schließlich schießen endlich wir das erste Tor. Wahnsinn! (Hätte nie gedacht, dass ich mal zu den Mamas gehöre, die so am Spielfeldrand mitfiebern!) 2 Minuten vor dem Ende erzielen die Gegener leider den Ausgleich. Nun gut, aber die Mädels haben super gespielt.

Meine Opas und meine Mamas verabschieden sich. Der Held und ich bringen die Nicht-Hockeyspieler nach Hause zu einer kleinen Mittagsruhe. Das Gretchen schläft im Wagen sofort ein. Ich hatte ihr in der Halle ein bisschen Banane gegeben und sie gestillt. Die beiden anderen und natürlich der übernächtigte Held brauchen dringend eine kleine Ruhepause. Nach einem Miniküchenschwung mache mich allein auf den Weg zum letzten Spiel. Meine Tochter kommt mir aufgeregt entgegen: “Wir brauchen ein 7:0 um es auf den 3. Platz zu schaffen!” (Es ist der Abschluss der Hallensaison, bis vor dem letzten Spieltag vergangene Woche lagen sie auf Platz 3 und sind dann auf Platz 5 abgerutscht) Ich will sie nicht entmutigen und sage nur: “Na dann haut mal rein und viel Glück!”, aber natürlich glaube ich nicht ganz an die Machbarkeit diese Ziels und hoffe, die Enttäuschung am Ende wird nicht allzu groß. Mein Kind wird erst einmal nicht aufgestellt, da die Stammmannschaft (wechseln nach dieser Hallensaison allesamt zu den B-Mädchen) sehr viel älter und eingespielt, einfach versierter auf dem Spielfeld. ist. Es istr trotzdem unlgaublich spannend und mein Kind feuert dafür umsomehr vom Spielfeldrand mit an. Nach der ersten Halbzeit steht es unglaubliche 4:0! Ein bisschen haben wir Eltern immer noch Angst, dass die Kinder vielleicht jetzt aufhören so zu kämpfen, aber nichts da! Der Endstand lautet 8:0. Wahnsinn! Mein Kind durfte sogar noch kurz mitspielen und alle sind happy. Habe noch ein bisschen Mitleid für die Verlierer.

Um 14.50 Uhr begebe ich mich mit unseren leeren Schüsseln und dem ohne Unterbrechung quasselnden Rehäglein wieder auf den Heimweg. Zu Hause werden alle aufgescheucht, Rehäuglein und Goldlöckchen setzen noch schnell das Geld, das sie von den Opas geschenkt bekommen haben in diversen Geschäften in Schnick Schnack um und dann geht es um 15.30 Uhr auf zum Geburtstag. Das Auto muckert ein bisschen, als es aus dem Schneehaufenparplatz fahren muss.

Beim Geburtstag gibt es Kuchen im Überfluss mit beeindruckender Kaloriendichte. Das Geburtstagskind hat eine neue Tatowierung, die mich tatsächlich vom Stil her begeistert. Sehr selten! Mein kleiner Neffe lächelt mich mal an und ich kraule ihm ein bisschen das runde Babybäuchlein. obwohl er nicht die Hose anhat, die ich ihm genäht habe 😉 Weil es so entwas besonderes ist, dass ich mal einen Jungen auf dem Arm , habe werden gleich ein paar Fotos gemacht. Dem Helden ergeht es ähnlich 😉 Es folgen Quatschen, Spielen, Lustig sein. Wir futtern uns noch durch das Abendessen und brechen zeitgleich mit meiner Schwester um kurz nach 20 Uhr auf. Unsere Babies sind durch.

Zu Hause angekommen dauert es bis 22 Uhr bis alle glücklich und zufrieden im Bett gelandet sind. Ich erlaube dem Helden zu spielen ;), bis ich das hier alles (und den Freitag) fertig geschrieben habe. Und dann wollen wir den verflixten Film von gestern zu Ende sehen. Es ist 23.27 Uhr und wird schon wieder spät…


2 Comments

Tagebuchbloggen. Freitag

Um 5.36 Uhr ist das Gretchen wach und brabbelt und ruft und jauchzt. Sie hat diesmal sogar bis 3 Uhr in ihrem Bett geschlafen. Toll! Aber so langsam glaube ich, wir brauchen keinen Wecker mehr. Um 6.10 Uhr wecke ich die großen Kinder, lege dem Wildfang ihre Sachen ans Bett. Sie hustet, scheint aber ganz fidel. Die Mutter der Freundin von gestern ruft an um nach der Spielplanung für heute Nachmittag zu fragen. Wir einigen uns;) Wir machen uns allesamt hübsch und gehen um 6.40 Uhr nach unten. Der Wildfang ist in Sachen Toast diesmal unersättlich und verdrückt vier Vollkorn-Honig-Toasts. Rehäuglein und Goldlöckchen fülle ich die Brotdosen mit Äpfeln und Möhren auf und schreibe ihnen Zettel. Rehäuglein kommt gleich nach dem Unterricht nach Hause, da heute kein vegetarisches Essen (sie ist unser Quotenvegetarier, der uns alle zu flleischärmerem Essen erzieht) angeboten wird und ich sie mal eher nach Hause lassen gehen will. Sie kann dann gleich die Freundin zum Essen mitbringen. Göldlöckchen darf ihr Fleisch in ihrer Schule essen und kommt gleich danach nach Hause. Die beiden brechen 7.00 Uhr und 7.15 Uhr auf.

Der Wildfang ist nun so langsam mit ihren Toasts fertig und wird nach oben zum Zähneputzen geschickt. Der Held verbindet mit meine Brandwunde neu und wir besprechen mal so ein bisschen die turbulente Woche und die kommenden Tage. War ziemlich viel los, ist unser Fazit und wir freuen uns auf den freien Sonntag ohne jegliche Verabredungen oder Termine. Ich sage meine Schwester ab. Sie wollte mit mir heute auf die Buchmesse. Ich wäre gern mitgefahren, aber mein Tagesplan ist zu voll. Diese Entscheidung stellt sich im Laufe des Tages als richtig heraus.

Mit dem Wildfang und dem Gretchen breche ich Richtung Kita auf. Der Held verspricht sich zu rasieren. Wir holen uns beim Bäcker Milchhörnchen und einen Cranberryknoten, lecker! Den werde ich dann mit Erdnussbutter verdrücken. Auf dem Weg zur Kita durch wundervoll verschneite Landschaft hustet der Wildfang immer mehr. In der Garderobe frage ich sie, wie es ihr geht. Sie meint, nicht so gut. Aber sie will in die Kita gehen. Gut, aber sie wird Mittagskind ohne Essen.

In der Cafeteria ist die Runde wieder lustig. Das Gretchen erwacht in ihrem Wagen und bekommt eine Banane, die sie auch komplett verdrückt. Und dann entdecken wir den 7. Zahn. Ein kleines Zahnungsmonster ist sie 😉 Nach diesem netten Frühstück geht’s ab zum dritten Essenseinkauf in dieser Woche… ohne Worte! Zutaten für den Nudelsalat, Milch, Butter, Nutella, … Der Kinderwagen ist voll bepackt und wir kämpfen uns durch den Schnee nach Hause.

Es ist 10 Uhr. Das Gretchen ist schon wieder eingeschlafen. Will sie etwa auch krank werden? Ich lasse sie im Treppenhaus stehen und hänge die Sportwäsche auf die Leine, verräume den Einkauf, putze schnell das Kinderbad und sauge den oberen Flur, da die Staubmäuse anscheinend schon Städte gründen. 10.20 Uhr wecke ich das Kindlein. Dann räume ich die gestern Abend vernachlässigte Küche etwas auf, den Geschirrspüler ein. Das Kind bekommt eine neue Windel und ein bisschen Toben ist angesagt. Dann brechen wir schon wieder zur Kita auf.

Es ist 11.30 Uhr und wir sind farblich super abgestimmt 😉 Ich trage petrolfarbene Stulpen zu meinen Winterbergschuhen, auf dem Rücken ein petrolfarbene Manduca und darin ein Kind im petrolfarbenem Walkanzug mit passenden Walkstiefelchen. Eine Wonne. (Das Goldlöckchen fragte gestern übrigens, was wir denn mit diesem tollen Anzug machen würden, wenn das Gretchen zu groß dafür wäre. Wir könnten ihn ja an meine Schwester weitergeben oder vielleicht bekommt ihr noch ein Geschwisterchen, meinte ich. Das Kind war begeistert, hielt einen Vortrag darüber welcher Altersabstand ideal wäre. Ich musste innerlich schmunzeln, hatte sie doch gerade erst in ein Freundebuch in die Kategorie “Das kann ich nicht leiden” geschrieben: Babies) Hinter mir her zog ich den Schlitten sogar mit einem grünen Strick 😉

In der Kita gegen 11.50 Uhr erwartet mich der Wildfang dann auch nicht draußen bei den anderen Kindern im Schnee, sondern drinnen. Zu geschafft, ein bisschen warm finde ich. Bloß gut, ich habe den Schlitten mitgenommen. Kind drauf und ab nach Hause. 12 Uhr zu Hause. Bis das Essen fertig ist, darf das kranke Kind ne Runde Fernsehen schauen. Das Gretchen entdeckt die Vorteile des Krabbelns und ich die Nachteile. Um 12.20 Uhr kommt das Goldlöckchen aus der Schule und schmeißt sich natürlich gleich mit vor den Fernseher. Wochenende! 12.30 Uhr sind die Spinatnudeln fertig. Das Gretchen bekommt eine etwas weniger gewürzte Version und nachdem der Wildfang sieht wie das Gretchen reinhaut, kommt auch bei ihr der Appetit. Als wir fertig sind und nach oben gehen, kommen das Rehäuglein und ihre Freundin an. Sie können also “in Ruhe” essen. Stecke den Wildfang ins Bett, das Gretchen ebenso. Es ist 13 Uhr.

13.20 Uhr ist das Goldlöckchen ganz erpicht ihr DS Spiel weiterzuspielen. Ich erlaube es. Sie hat noch ein bisschen Zeit, bis sie zum Kindergeburtstag geht. Ich räume auf, trage meinen Familienplaner nach, suche ein Rezept für den Kuchen für das morgige Turnier. Es werden Bananen-Walnuss-Muffins. Da plötzlich keiner mehr die Bananen isst, müssen die weg. Rehäuglein und ihre Freundin dürfen Walnüsse knacken und wiegen. Sie geben nach 20 Gramm aber viel Spaß auf. Dann ist der Wildfang schon wieder bei uns in der Küche. Goldlöckchen muss zum Geburtstag, Rehäuglein will den DS übernehmen. Gut, sie sollen alle brav in der Küche bleiben und mich anrufen, wenn das Gretchen weint (auf KEINEN Fall selbst nach oben gehen), ich schaffe schnell das Goldlöckchen zum Treffpunkt, das ist das Schloss die Straße runter.

Es ist 14.00 Uhr und der Kindergeburtstag findet in der Terra Mineralia statt. Goldlöckchen kann nicht warten und obwohl ich sie zurückpfeife, rennt sie schon durch Schneegestöber los. Am Ausstellungseingang treff ich sie wieder. Gibt wieder einen Rüffel. “Aber du ziehst dich soo langsam an!” meint sie. Ach, die lieben Kleinen. Lasse mir noch von einer anderen Mama erzählen, was ich bei diesem Hortbastelnachmittag am Mittwoch noch verpasst habe. Ich wünsche viel Spaß und verschwinde. Die Sonne lacht und ich genieße die kurze Zeit allein. Auf dem Weg hole ich noch Geld vom Automaten und bin 14.05 Uhr wieder daheim.

Alles noch so wie ich es zurückließ. “Das Gretchen hat ganz kurz geweint, als du gegangen bist.” Aber sie schläft wieder friedlich. Jetzt will der Wildfang auch mal DS spielen. OK. Die großen Kinder gehen hoch spielen und wollen dann den Standort wechseln. Ich knacke fleißig die Walnüsse weiter, bis es die geforderten 70 g sind. Um kurz nach halb vier brechen die Großen gemeinsam zu der Freundin nach Hause auf. Um spätestens 18 Uhr soll das Rehäuglein zurück sein. Obwohl ich sie dreimal an die Handschuh erinnert hatte, vergisst die Freundin sie natürlich doch noch bei uns im Flur.

Ich setz mich an den Rechner, der Wildfang neben mir mümmelt erst ein paar Nüsse (muss ich wohl nochmal ran) und dann Apfelstückchen. Beim Spiel helfe ich ihr ab und an. So sitzen wir beiden, die eine schreibend die andere hustend, spielend und mümmelnd, nebeneinander bis nach vier. Dann will sich die kranke Maus nochmal auf dem Sofa entspannen und sie darf Kika schauen. Ich mach mich an die Muffins und hoffe fertig zu sein, bevor das Gretchen erwacht. Schaff ich natürlich nicht und so schaut das Gretchen auf meinem Arm ganz interessiert zu, wie man denn einhändig backt. Der Teig schmeckt köstlich und um kurz nach 17 Uhr sind die Muffins im Ofen.

Der Hald trifft um 17.20 Uhr ein. Der sollte eigentlich das Goldlöckchen vom Kindergeburtstag mitbringen, die wollte aber noch zu ihrer besten Freundin mit nach Hause gehen und wird uns erst nach 19 Uhr wieder gebracht. Gut, ein Esser weniger. Die Muffins sind fertig. Der Wildfang hat an die 39 Fieber und bleibt mit Apfelstückchen und zu trinken auf dem Sofa. Der Held und ich diskutieren die Zutaten für den Nudelsalat, den wir auch noch abliefern wollen. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Das Rehäuglein kommt superpünktlich von ihrer Freundin nach Hause.

Es ist 18 Uhr, die Mädels und der Held schauen ein bisschen gemeinsam Kika und blödeln herum. Ich häng schon wieder Wäsche auf. Und dann hat Gretchen riesigen Hunger. Verdrückt eine Banane, ein Stück Apfel und ein bisschen Brot. Nebenbei bereiten wir den Abendbrottisch für uns vor. Der Held schneidet schon wieder Zwiebeln für den Handkäs mit Musik. Erst 18.45 Uhr sitzen wir dann alle gemeinsam am Tisch. Die Nudeln für den Nudelsalat stehen auf dem Herd und werden im Laufe des Essens gar.

Um 19.15 Uhr bringt der Held das Gretchen nach oben, um es bettfertig zu machen und ins Bett zu bringen. Mit viel Protest – seitens des Babies. Ich bin heute für Rehäuglein und den Wildfang zuständig, die sich im Bad erst einmal pisacken. Der Wildfang fiebert immer noch und ich lese ihr Drei verflixte Wünsche vor. Es klingelt an der Tür. Goldlöckchen wurde abgegeben. Ich begleite sie nach oben ins Bad und sage ihr sie solle sich Zähneputzen und umziehen, während ich Rehäuglein etwas vorlese.

Rehäuglein wünscht sich heute wieder ein Kapitel der Vier zauberhaften Schwestern. Nach ein paar Seiten stürmt Goldlöckchen ins Zimmer. “Du warst heute in meinem Zimmer und hast mir was weggenommen!!” Ihrer Unterlippe bebt und in ihren Augen sammeln sich bereits die Tränen. Rehäuglein versucht es zunächst mit ihrer altbekannten Taktik – alles abstreiten. Goldlöckchen verleiht ihren Vorwürfen mehr Nachdruck und als Rehäuglein fragt, was sie denn etwendet habe, antgegnet Goldlöckchen: “Das kann ich jetzt nicht sagen!”

(Ich weiß sofort, dass es sich also um Kaugummis handeln muss. Die sind bei uns innerhalb der Wohnung in Kinderhänden absolut verboten, da vor allem das Goldlöckchen es nicht schafft die gekauten Kaugummis in den Müll zu werfen, sondern sie hinter Schränke, unter Betten und alle möglichen anderen Orte klebt. Deshalb werden Kaugummis quasi an der Wohnungstür in elterliche Hände zur Verwahrung übergeben und bei Verlassen der Wohnung und auf Anfrage wieder ausgehändigt. Klingt ziemlich albern, ist aber aus Mangel an Alternativen so eingeführt wurden.)

Aus dem Hintergrund schreit der Wildfang mit allerletzter Kraft “Ruhe!”. Aus dem Schlafzimmer nebenan höre ich das Gretchen heulen. Das Rehäuglein gibt jetzt nach und nach alles zu. Ich versuche ein bisschen zu vermitteln. Mache zum Beispiel Rehäuglein noch einmal klar, dass sie nicht einfach mit ihren Freundinnen in Goldlöckchen Zimmer spielen und schon gar nichts steheln darf, wenn diese nicht da ist. Schließlich regt sie sich selbst auch immer tierisch auf, wenn jemand in ihrer Ecke war. So geht das noch ein bisschen hin und her. Nachdem die Schadensersatzansprüche geklärt und die emotionale Achterbahn geglättet sind, lese ich weiter vor. Diemal aber nur das halbe Kapitel. Mein Hals tut schon weh. Der Wildfang schlummert schon friedlich und seufzt ab und an im Schlaf. Als CD wünscht sich das Rehäuglein Pittiplatsch und das Flettergespenst in der Gartenlaube.

Das Goldlöckchen hat sich beruhigt, liegt schon in ihrem Bett und wartet auf mich. Ich lese ihr Rehäuglein und die Olchis vor. Das ist ein personalisiertes Buch, das der Weihnachtsmann brachte. Jeder bekam sein eigenes. Die Kinder lieben sie. Dann frage ich sie noch wie der Theaterbesuch mit der Schule, der Kindergeburtstag und das Abendessen bei der Freundin war. Ziemlich viel erlebt das Kindlein. Zum Anschluss des Tages möchte sie wieder Barbie und die geheime Welt der Glitzerfeen hören. (Diese CD haben die Mädels von meinem Opa zu Weihnachten bekommen, ich hasse solches Zeug und wollte sie schon verschwinden lassen, aber die Kinder wollen sie immer wieder hören und so schaue ich darüber hinweg… und hoffe es schadet nicht zu sehr 😉 )

Um 20.30 Uhr sind alle im Bett und der Held und ich treffen uns unten und zwar schon wieder auf der Couch wieder. Auf dei Zubereitung des Nudelsalats habe ich keine Lust mehr. Geht auch noch morgen früh. Er telefoniert noch mit einem Kumpel, ich blättere in dem interessanten Mahlzeit Buch herum. Meine Wunde unter dem Verband nervt mich und so mache ich ihn ab. Über Nacht soll mal ein bisschen Luft rankommen. Dann entscheiden wir uns einen Film zu sehen. Unknown Identity (auf Lovefilm – Probeabo) soll es werden, aber nach unzähligen Aussetzern des Internets geben wir frustriert auf. Da ist es bereit 22.30 Uhr. Wir haben jeder zwei Gläser Wein getrunken und gerade einmal 25 Minuten des Films gesehen. Ich schaue dem Helden ein bisschen beim daddeln zu und schlafe ein. Um kurz nach Mitternacht wache ich auf, feuer den Helden noch ein bisschen an und schleiche mich gegen 1 Uhr ins Bett. Dort bleibe ich übrigens bis 4.45 Uhr alleine. Ist das zu fassen, wie lange man so ein Spiel spielen kann? Zum Glück hat er es bald durch und das nächste wird er wohl erst nächstes Jahr in die Finger bekommen!